Schliessen

Haarwachs

Heute ist der vierte Tag der Null-Cent-Woche und so langsam geht mir das verdammte, fehlende Haarspray so ziemliche auf den Sack! Also weniger das Haarspray, viel mehr dieses blöde Wachs oder das Gel. Ich komme damit einfach nicht zurecht. Das schrieb ich schon? Gut! Dann schreibe ich es eben nochmal. Ach übrigens, dieses Haarwachs und dieses Haargel, diese beiden, gehen gar nicht. Weiter im Text. Es war eine gute Idee, mir einen Frühstücksgast einzuladen. Es übernachtete meine Freundin, die den ganzen Kram hier ertragen muss, und brachte mir zwei Frühstücksbröttchen mit. Dafür bot ich ihr einen Schlafplatz, frischen Kaffee und Brotaufstriche aller Art. Das wiederholen wir heute direkt wieder. Eine Bahnfahrt wäre heute angestanden. Eigentlich wäre ich mit weiteren vier Menschen mit der Bahn gefahren. Hierfür hätte ich als erster – ich bin im Grunde die erste Haltestelle – ein Gruppenticket kaufen müssen. Anderenfalls hätte ich durch einige Ortschaften und Haltestellen schwarzfahren müssen. Zum Einen konnte ich aufgrund der Aktion kein Ticket kaufen, zum Anderen wollte ich nicht das Risiko eingehen, beim Schwarzfahren erwischt zu werden. Also stieg ich aus und ging nicht auf den Termin.

Mein Nahrungsvorrat neigt sich immer mehr zu Ende. Ich habe noch ein paar Kartoffeln, Reis, drei Mandarinen und Pommes frites. Jedoch keine Beilagen mehr. Nichts. Zumindest kaum etwas. Deshalb habe ich mir für Morgen ein Essen organisiert. Ich werde dafür entweder Fenster putzen oder Reifen wechseln. Das ist noch nicht ganz geklärt. Das Abendessen heute hingegen habe ich mir verdient indem ich meinen Thermofolie (gegen Frost an den Autoscheiben) getauscht habe. Und dann ist da noch die morgige Autofahrt. Um 9 Uhr geht es los. Die Organisation des Autos war wieder extrem stressig und zeitaufwändig. Der erste Plan ging folgendermaßen: Meine Mutter holt mich um 6.30 Uhr mit ihrem Auto ab, ich fahre sie zur Arbeit, habe drei Leerstunden, fahre zu meinem Termin, hole auf dem Weg zurück meine Mutter ab, fahre zu mir nach Hause, steige aus und die Mama fährt zu sich. Vor fünf Minuten habe ich Plan Nummer zwei vollendet: Mein Bruder arbeitet zufällig in der Stadt in der ich wohne. Ich werde morgen zu seiner Arbeitsstätte laufen, seinen Schlüssel an mich nehmen, zu meinem Termin fahren, das Auto bei meinem Bruder abstellen und ihm wieder die Schlüssel übergeben. Als Gegenleistung werde ich sein Auto am Samstag gründlichst waschen. Er hat zugestimmt und so wird es morgen laufen.


Es ist Abend und der Fernseher ist immer noch weg. Ein Loch klafft zwischen Playstation 3 und Lautsprechern. Zugegeben, ein ungewohntes Bild. Man fühlt sich wie mitten im Umzug. Und, was soll ich sagen, wir spielen tatsächlich öde Brettspiele. Und es macht Spaß. Es ist gut. Es ist ruhig und gut. Heute spielen wir Abalone.

Kommentieren

Du kannst diese HTML Tags nutzen:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>