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250 Euro im Internet verschwendet

Selten habe ich mich so geärgert Geld für etwas ausgegeben zu haben. In diesem Fall ist es der Narrative Clip (früher Memoto). Warum ich mich ärgere? Weil das Teil Müll ist.

Es war das erste Mal, dass ich ein Kickstarter Projekt unterstützt habe. Zugegeben, vielleicht war es eine Schnapsidee. Nicht weil ich Schnaps trank, sondern weil ich den Clip innerhalb von 5 Minuten bestellt hatte. Mit drei Verspätungen kam das Ding nun dieses Jahr an und ich testete es natürlich.

Die ersten Versuche gingen in die Hose, denn ich fotografierte zu 99,9% den Himmel oder angeschnittene Köpfe oder angeschnittene Köpfe im Himmel. Der Winkel der Linse ist so eng, dass selbst, wenn man es konstruiert, kaum ein spannendes Bild entstehen kann. Es ist eine Katastrophe. Eine Katastrophe ist nicht nur, dass der Winkel fast nie stimmte, da der Clip durch jede Falte im Hemd beeinflusst wird, eine Katastrophe ist auch die Bildqualität. In Bewegung am sonnigsten Tag im Jahr ist jedes Bild unscharf. Von dunkleren Umgebungen ganz zu schweigen. Heißt also, man kann den Clip nur wirklich im Freien benutzen. Doch was macht man im Freien? Richtig, man bewegt sich. Und was passiert bei Bewegungen? Genau, die Bilder sind unscharf.

Wer also wieder Bilder, wie vor 10 Jahren mit dem Handy machen möchte – nur im Überfluss und voll automatisiert – sollte sich unbedingt den Narrative Clip holen.

Alle anderen sollten froh sein, nicht daneben gegriffen zu haben.

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