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Feuchtgebiete eines Potters

Harry Potter und der Halbblutprinz“ von Joanne K. Rowling und „Ich bin dann mal weg“ von Hape Kerkeling sind die Bestseller des Jahrzehnts. Zumindest in Deutschland. Ganz genau genommen trägt der Potter folgenden innovativen Titel: „Bestseller der Bestseller des Jahrzehnts„. Glückwunsch zu diesem Titel und ein weiterer Glückwunsch an die Erfinder dieses Titels. Wie auch immer.

Platz Eins, Zwei und Drei gehen also an verschiedene Potter-Bücher.  Zu den Harry Potter Romanen kann ich nichts sagen, da ich sie nicht gelesen habe. „Ich bin dann mal weg“ von Hape hingegen taucht, meiner Meinung nach, zurecht in dieser Liste auf. Ein tolles Buch. Wunderbar geschrieben und sehr lustig. Bei diesem Buch kann man wunderbar abschalten und den Alltag hinter sich lassen. Es nimmt einen auf eine ganz besondere Reise mit.

Auf Platz Vier wird’s dann endlich interessant: „Feuchtgebiete“ von Charlotte Roche. Den Erfolg hat dieser Roman wahrscheinlich weniger einer guten Schreibe oder einer interessanten Geschichte zu verdanken. Die hohen Verkaufszahlen verdankt das Buch wohl vielmehr den Wellen die es geschlagen und erhitzten Diskussionen die es entfacht hat. Ich habe das Buch damals genau und einzig aus diesem Grund gelesen. Ich musste wissen, warum sich alle über das Buch so derart aufregen und ob es wirklich so schlimm ist, wie es fast überall zu hören und zu lesen war. Gut, ich musste feststellen, das Buch lebt von seinen lebhaften Schilderungen. Das war’s aber auch schon. Ich war sogar eher vom Umfang enttäuscht als vom Inhalt geschockt. Doch, ich schweife ab. Meine Buchrezension kommt wohl einige Jahre zu spät und sollte auch garnicht der Tenor dieses Artikels werden. Deshalb höre ich an dieser Stelle auch auf. Punkt.

Quelle: Printausgabe des Schwarzwälder Boten vom 28. Dezember 2009

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