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Fotografie

Der unglaublich umständliche Weg zur Canon R6

Als ich begann die Story aufzuschreiben, wusste ich noch nicht, wie sie ausgehen würde.

Mit dem anstehenden Umbau des Hauses kam die Idee einen Instagram Account als Bautagebuch zu führen. Zu normalen Foto-Updates planten wir beispielsweise ein wöchentliches oder monatliches Video zu veröffentlichen. Für diesen Zweck wollte ich mir, zu meiner DSLR, eine Zweitkamera zulegen.
Anforderungen sollten sein:

  • einfache Videofunktion
  • gute Lowlight Qualitäten
  • guter Autofokus
  • Selfie tauglich
  • einfach zu bedienen, da die Kamera nicht nur von mir genutzt werden sollte

Da ich mich früher einmal in Vlogs versuchte, hatte ich noch die Canon PowerShot G7 X Mark II im Hinterkopf, die ich mir damals leisten wollte. Und so begann die Recherche. Nach kurzer Zeit war klar, dass ich die G7 X Mark II aufgrund des unzuverlässigen Autofokus nicht wählen werde. Auch die Lowlight Performance sagte mir nicht zu. Lowlight ist mir übrigens besonders wichtig, da auszugehen ist, dass wir auf einer Baustelle nicht immer perfekte Lichtbedingungen haben und oft abends arbeiten werden. Nach über zweiwöchiger Recherchearbeit entschied ich mich also für die Canon M50. Mit Kit-Objektiv und 4k Videoaufnahme, gerade einmal 50 Euro teurer als die G7 X Mark II.

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Hausbau

Wir bauen ein Haus um

Man, man man, also manchmal lässt einem das Leben keine Ruhe. Zum Glück ist es etwas Positives. Bereits in meinem vorletzten Post schrieb ich über Veränderungen: Neue Liebe, neuer Job und neue Wohnung. Das passierte alles innerhalb eines Jahres. Nun sollte eigentlich die Zeit des Ankommens beginnen. Doch Pustekuchen!

Long Story short:
Meine Freundin und ich ziehen die kommenden Wochen um und werden es uns zur Aufgabe machen ein ganzes Haus umzubauen und zu renovieren. Wer unseren Weg verfolgen möchte, ist eingeladen unserem Instagram Account zu folgen: instagram.com/skylo.baut.um

Aktueller Stand
Wie es das Schicksal wollte, hatten wir vor Kurzem die Option ein Haus zu kaufen. Das Haus stammt aus der Familie meiner Freundin und würde ab Ende Oktober 2020 leer stehen. Nun ploppten natürlich Fragen auf: Wollen wir das Haus? Können wir das? Schaffen wir das? Am Ende lautet die Antwort auf all diese Fragen: “Ja!”. Und so begann nun ganz langsam die Planung.

Nach inzwischen zwei Monaten stehen wir noch ganz am Anfang unseres Abenteuers und sehr schnell kamen die ersten Aufgaben auf uns zu. Die vorhandene Grundrisszeichnung, den die aktuellen Hausinhaber besitzen, sind für uns nicht brauchbar. Das heißt: Einer unserer ersten Termine diesen Oktober wird mit einer/m Bauzeichner/in sein. Neue Pläne müssen her, denn nur so ist gewährleistet, dass wir ordentlich Angebote einholen können. Zudem muss der aktuelle Wert des 120 Jahre alten Hauses geschätzt werden.

Planen können wir übrigens jetzt schon und das tun wir ganz fleißig. In den vergangenen Wochen machten wir uns viele Gedanken über Küchen, Bäder, Wohnzimmer, Treppen und Gärten. Das sind so viele Baustellen (Wortwitz), dass einem schon manchmal der Kopf brennt. Wir haben insgesamt vier Stockwerke und einen Keller zu renovieren und einzurichten. Und an so manchen Abenden fragt man sich schon, wie man das alles schaffen soll. Da muss man sich auch erst mal einig werden. Zum Glück sprechen meine Freundin und ich in so vielen Themen dieselbe Sprache. Wie die Küche oder das Wohnzimmer aussehen soll, war uns sehr schnell klar. Hier wissen wir auch schon ganz genau welches Objekt wir wollen. Ganz anders sieht es aus, wenn es darum geht Räume zu verbinden, Wände zu ziehen oder einzureißen.

Das Problem ist nämlich, wie schon angesprochen, dass wir erst Richtung Ende Oktober beginnen können. Gleich zu Beginn werden wir anfangen in das Erdgeschoss zu ziehen. Warum wir das machen? Wir möchten zum einen keine Doppelbelastung (Miete + Kosten Umbau) und zum anderen muss das EG nur gestrichen und eine neue Küche eingebaut werden. Dann wäre das Erdgeschoss fürs Erste bewohnbar. So können wir das Haus bewohnen und gleichzeitig umbauen. Das wird sicher noch ganz spannend.

Auf Instagram werden wir, sobald es los geht, laufend Updates posten. Den Blog möchte ich dafür nutzen mehr ins Detail zu gehen und Gedanken Rund um den Umbau zu teilen.

Was steht als nächstes an?
Die folgenden Aufgaben lauten: Notar, Grundriss, Küche EG, Streichen EG und Umzug.

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zuhause

BALKONEINWEIHUNG

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In eigener Sache

11 Jahre später

Es war eine gute Idee, diese Domain nicht zu kündigen. Was vor 11 Jahren mit besterblogdesjahres.de startete und später mit bazomg.de weitergeführt wurde, zählt unterm Strich 412 Beiträge und 565 Kommentare. Man kann behaupten, der Blog hat die besten Zeiten hinter sich. Oder?

Im Juli 2019 habe ich den letzten Beitrag veröffentlicht. Das ist der Einzige, der überlebt hat. Alle anderen wurden entsorgt.* Unter den restlichen 411 Beiträgen war ordentlich peinliches, unsinniges, austauschbares und schlichtweg irrelevantes dabei. Und trotzdem muss ich zugeben, dass ich, während ich alle Beiträge auf privat gestellt habe, immer wieder über einen Text gestolpert bin, den ich gelesen habe. Für interessant befand ich in der Regel Beiträge, die Geschichten und Gedanken aus dem Alltag erzählten. Genau das, was mich an anderen Blogs immer interessiert hatte.

Ich wundere mich im Nachhinein schon, dass es früher tatsächlich Menschen gab, die fast täglich kommentiert haben und mit denen ich mich unterhalten haben. Aber irgendwie war die Zeit auch anders. So habe ich zumindest das Gefühl.

Doch, war sie das wirklich? Sind es heute wirklich andere Zeiten oder habe ich mich einfach selbst verändert und weiterentwickelt? Ertrage ich aus diesem Grund meinen alten Kram nicht, den ich damals in das Internet geblasen und somit kostbaren Traffic verschwendet habe? Ich weiß nicht an was es liegt. Ob sich meine Prioritäten verschoben haben oder ob mein Nutzerverhältnis ein ganz anderes ist als früher. Doch wenn ich an die Zeit zurückdenke, mache ich das mit einem melancholisches Gefühl. Damals, als ich abends von der Arbeit nach Hause gekommen bin und in Ruhe die neuen Blogeinträge aus dem RSS Feed nachgelesen habe. In meiner ersten, eigenen Wohnung. Und das ist, wie gesagt, schon 11 Jahre her.

In den letzten Tagen kam der Gedanke an die alte Zeit immer wieder zurück und ich dachte mir: Warum diesem Gefühl nur hinterhertrauern und nicht etwas tun, damit es zumindest ein bisschen wieder so ist wie früher? Im schlimmsten Fall sind es verblendete Nostalgie-Gedanken.

Viele Blogs von früher™ sind tatsächlich verschwunden, aber einige gibt es noch, wie ich erfeut festgestellt habe. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich nicht jeder von euch daran erinnert, hier früher kommentiert zu haben – Ich schaue auf euch kiezkind.net, lieblingsblog.net, davesbuch.de, zeugsundgedoens.de, captainsumi.de, tamasgal.com, phoenixstudios.de, nico.is, dieankleider.de, yayayay.org (…) – Aber ich erinnere mich noch daran.** Ganz witzig dabei zu beobachten ist, dass viele der Blog ebenfalls den ein oder anderen Neustart hinter sich haben und der neuste Beitrag wieder einige Zeit her ist. Trotzdem ganz schön zu sehen, dass sie noch da sind.

Ich für meinen Teil werde nun alle Blogs, an die ich glaube mich zu erinnern, in meinen Feedly-Feed hauen. Sicher finde ich neue Blogs, neue Geschichten und neue Menschen. Darauf freue ich mich. Vielleicht aber auch werde ich enttäuscht sein, da es diese Blog-Kultur gar nicht mehr gibt und in einer Zeit von Tweets und kurze Instagram-Stories kaum bestehen kann.

Ganz egal in welche Richtung es gehen wird: Ich bin gespannt.

Wir lesen uns.

*Auf privat gestellt.
**Und kann die alten Kommentare einsehen.

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MINIMALISMUS MIT DOXIE

Minimalismus hier, Minimalismus da. Man kommt kaum mehr an diesem Thema vorbei, wenn man sich länger als fünf Minuten im Internet aufhält. Es wird maximal über Minimalismus berichtet, es werden Tipps gegeben, Artikel geschrieben und Videos gedreht.

Bisher tangierte mich das Thema nicht sonderlich, doch heute möchte ich euch etwas über minimalisierten Papierkram erzählen.

Einleitung

In den letzten Monaten hatte ich zunehmend das Gefühl, sehr eingeengt in meiner Wohnung zu leben. Etwas mehr als 8 Jahre wohne ich nun in der selben Butze und in der Zeit kamen immer mehr und mehr Gegenstände in den Haushalt. Technik, Bücher, Zeitschriften oder Möbel. Alte Möbel wurden natürlich durch die neuen ersetzt, viele Gegenstände jedoch kamen zu den alten hinzu. Der Wohnraum erweiterte sich in der selben Zeit selbstverständlich nicht.

Also fasste ich den Entschluss zu entrümpeln. So nannte man das früher. Im gewissen Sinne wollte ich mehr Minimalismus in meinem Leben, also die Dinge um ein Vielfaches reduzieren. Jedoch nicht um in ein Extrem zu geraten. Ich fing damit an alle alten Zeitschriften, von denen man sich immer sicher war, den einen Artikel mal wieder zu lesen, wegzuwerfen. 70% aller Bücher wanderten ebenfalls auf den Müll oder wurden zur kostenlose Mitnahme vor die Türe gestellt. Veraltete Technik fand ihren Weg auf den Wertstoffhof oder wurde und wird immer noch auf eBay verkauft. Kleidung wurde gespendet oder weggeworfen.

So geht das nun ungefähr drei Monate. Obwohl in der Summe recht viele Dinge die Wohnung verlassen haben, fühlt es sich immer noch nicht fertig an. Die Reise wird also noch eine kleine Weile weitergehen.