250 Euro im Internet verschwendet

Selten habe ich mich so geärgert Geld für etwas ausgegeben zu haben. In diesem Fall ist es der Narrative Clip (früher Memoto). Warum ich mich ärgere? Weil das Teil Müll ist.

Es war das erste Mal, dass ich ein Kickstarter Projekt unterstützt habe. Zugegeben, vielleicht war es eine Schnapsidee. Nicht weil ich Schnaps trank, sondern weil ich den Clip innerhalb von 5 Minuten bestellt hatte. Mit drei Verspätungen kam das Ding nun dieses Jahr an und ich testete es natürlich.

Die ersten Versuche gingen in die Hose, denn ich fotografierte zu 99,9% den Himmel oder angeschnittene Köpfe oder angeschnittene Köpfe im Himmel. Der Winkel der Linse ist so eng, dass selbst, wenn man es konstruiert, kaum ein spannendes Bild entstehen kann. Es ist eine Katastrophe. Eine Katastrophe ist nicht nur, dass der Winkel fast nie stimmte, da der Clip durch jede Falte im Hemd beeinflusst wird, eine Katastrophe ist auch die Bildqualität. In Bewegung am sonnigsten Tag im Jahr ist jedes Bild unscharf. Von dunkleren Umgebungen ganz zu schweigen. Heißt also, man kann den Clip nur wirklich im Freien benutzen. Doch was macht man im Freien? Richtig, man bewegt sich. Und was passiert bei Bewegungen? Genau, die Bilder sind unscharf.

Wer also wieder Bilder, wie vor 10 Jahren mit dem Handy machen möchte – nur im Überfluss und voll automatisiert – sollte sich unbedingt den Narrative Clip holen.

Alle anderen sollten froh sein, nicht daneben gegriffen zu haben.

House Factory ist online

Es ist nicht ganz neu, aber hier sei es noch einmal erwähnt: Mein Projekt House Factory ist seit Tagen online und bietet euch eine handverlesene Auswahl an guter House Musik. Alles in Spotify Listen gefiltert. Es gibt eine Top 20, ein Festival Guide, eine DJ-Übersicht und, und schaut doch einfach vorbei.

Heute ging auch endlich das Interview mit DJ Juicy M online, was mich ein klein wenig stolz macht. Ich hoffe ihr habt Spaß daran, ich habe es.

Raspberry Pi

Wenn ich jetzt wüsste wie weit der Raspberry Pi verbreitet ist und wie viele ihn kennen. Zur Sicherheit eine Kurzvorstellung: Der Raspberry Pi – zu deutsch Himbeerkuchen – ist ein Einplatinen-Computer mit allen nötigen Chips an Board. Im Prinzip ein Computer, der nur noch auf seine Aufgabe oder sein Betriebssystem wartet. Von Haus aus kommt der Raspberry Pi mit einem 700 Mhz Prozessor daher, der sich jedoch auf 1 Ghz übertakten lässt. Der Speicher hat 512 MB RAM. Des Weiteren hat er einen Full HD HDMI Ausgang der gleichzeitig Bild und Audio ausgibt, einen analogen Soundausgang, zwei USB Schnittstellen, eine LAN Schnittstelle, einen Cardreader (die SD Karte dient als Festplatte) und einen Micro USB Anschluss der für die Stromzufuhr zuständig ist. Irgendwas habe ich sicher vergessen. Ach ja, er ist nicht größer als eine Kreditkarte.

Das Ding lässt sich natürlich problemlos erweitern. Mittels USB Hub können Drucker, Maus, Tastatur und Webcam gleichzeitig betrieben werden. Wie bei einem normalen PC eben. Das bekannteste Betriebssystem dürfte das Raspbian OS sein, eine Linux-Distribution die auf Debian basiert.

rasp_01

Anwendungsmöglichkeiten
Die Anwendungsmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Hast du eine Idee, etwas Know-how oder viel Zeit dich in ein Thema einzulesen, dann bekommst du deine Idee auch mit dem Raspberry umgesetzt. Die wohl häufigsten Anwendungsmöglichkeiten sind den Raspberry als NAS oder mittels XBMC als vollwertiges Media Center zu betrieben. Es lässt sich auch eine Überwachungskamera, ein Thermometer oder Mini-Beamer daraus bauen. Es gibt so viele, tolle Möglichkeiten.

Und: Das Ding kostet gerade einmal 37 Euro. Ich kam mit etwas Zubehör wie Stromquelle und Gehäuse auf knapp 50 Euro.

Warum also ein Raspberry Pi?
Ich habe eine recht langsame Internetverbindung. Für jemanden der Videos in mindestens 720p hochladen möchte, ist das ein sehr nerviger Umstand. Habe ich beispielsweise drei Videos mit einer Gesamtgröße von 2 GB, kann der Upload schon 8 bis 12 Stunden dauern. Mich nervt es ungemein meinen Rechner so lange wegen ein paar Uploads laufen zu lassen. Denn, der Rechner verbraucht nicht nur viel Strom, sondern ist auch noch vergleichsweise laut. Da ich in einer Einzimmerwohnung wohne höre ich den Rechner natürlich den ganzen Tag. Oder die ganze Nacht.
Das ist doch eine perfekte Aufgabe für den Raspberry Pi. Er ist geräuschlos, hat einen Stromverbrauch von unter 5 Watt und ist zudem unfassbar klein.

Was habe ich bisher geschafft?
Der Raspberry Pi läuft mit Raspbian, befindet sich inzwischen in einem feinen Gehäuse und ist dadurch vor Schmutz und Staub geschützt. Alle Anschlüsse sind problemlos zu erreichen. Da ich den Raspberry Pi direkt neben meinen Router an die Wand setzen möchte, muss ich ihn von überall aus ansteuern können. Deshalb ist ein VNC Zugang eingerichtet, der sich über PC, Mac und iPad ansteuern lässt. Dadurch kann ich vom Sofa aus gemütlich meine Uploads starten.

test

Was soll noch kommen?
Das Projekt ist so lächerlich klein, dass es nahezu schon perfekt umgesetzt ist. Kleinigkeiten möchte ich dennoch verändern. Der Raspberry Pi soll einen Powerknopf bekommen, wie man es beim Rechner gewohnt ist. Auch wenn er kaum Strom verbraucht muss er nicht 24/7 eingeschaltet sein und laufen. Des Weiteren möchte ich einen VNC Zugriff der es mir ermöglich auch über das Mobile Netz auf den Raspberry zu zugreifen. Im besten Falle mit Wake On LAN. Ich habe keine Ahnung wie schwer oder einfach es sein wird dies einzurichten, da ich mich in diesem Thema absolut nicht auskenne. Aber genau das macht für mich dieses kleine Gerät aus. Hält man es das erste Mal in den Händen, kann es nichts. Alles muss selbst gemacht, gebastelt und getippt werden. Ich find’s super.

Der Blogpost war in erster Linie nicht dazu gedacht euch speziell mein kleines Projekt vorzustellen, sondern euch viel mehr zu zeigen wie toll dieses kleine Ding ist und was sich theoretisch alles damit anstellen lässt.

rasp_02

 

rasp_03